
Der Weg
Jakob Steinkogler berichtet: "Am 8. Oktober 2005 wurde ich Zeuge einer großen und wie sich im Weiteren herausstellen sollte unvorstellbaren Krise. Die nördlich Provinz von Pakistan wurde von einem sehr starken Erdbeben erschüttert und die ohnehin schon extrem armen und unzugänglichen Gebiete von Azad, Jammu, Kaschmir und der NWFP wurden in wenigen Sekunden zum Schauplatz nicht vorstellbarer Verwüstung.
Während dieser Zeit leistete ich meinen Auslandsdienst in Pakistan für die NGO SOS Kinderdörfer Pakistan. Ich war während des Bebens etwa 400km vom Epizentrum entfernt und das Ausmaß der Katastrophe wurde erst in weiterer Folge ersichtlich und die Todesrate täglich korrigiert.
Ich habe mich nach zwei Tagen in Lahore auf den Weg nach Islamabad gemacht, um für SOS beim Aufbau eines Kinderhilfszentrums zu helfen, in dem unbegleitete Kinder und Frauen untergebracht wurden.
Noch während ich in Lahore war kam mir die Idee, mich an meine Freunde in Österreich zu wenden, für eine mir bekannte Organisation spenden zu sammeln, um diesen Menschen in Pakistan zu helfen. Es war eine kurze Mail mit einem angehängten Foto. Die darauf folgenden Tage durfte ich Zeuge werden wie sich viele Menschen dieser Bitte annahmen, um ihr Geld zu spenden. Das Signifikante ist jedoch, dass es persönliche Kontakte und Vertrauen waren, die diese Spenden ermöglichten und nicht die erwähnten Projekte. Die meisten Freunde mailten mir ihre Zusage mit den Worten: „Mach was draus“, was mich wiederum sehr motivierte und wofür ich äußerst dankbar bin.
In Folge des Erdbebens wurde mir bewusst, dass es sich besonders bei Spenden vor allem um Vertrauen dreht. Es drehte sich auch bei meinen lukrierten Spenden um das Vertrauen, das mir Menschen in Österreich entgegenbrachten. Es war einfach allen bewusst, dass ich sorgfältig die Spenden verwalten und für sinnvolle und nötige Projekte ausgeben werde, um Menschen direkt zu helfen.
In wenigen Tagen entstand ein Netzwerk von Menschen, die sich wiederum darum kümmerten, dass andere dies ebenso sahen und brachten infolge dessen viele dazu für Pakistan zu spenden. Meiner eigenen Einschätzung nach hätten viele dieser Freunde nicht gespendet. Aber auf Grund der Tatsache, dass ein direkter Bezug und persönlicher Kontakt vorhanden war, konnten viele Spenden gesammelt werden.
Darauf hin kam mir die Idee, diese neue Erkenntnis stärker zu nutzen. Es muss doch möglich sein daraus etwas zu schaffen und auf längere sicht zu Unterstützern zu kommen.
Als finale Idee kam ich darauf ein Netzwerk aufzubauen, dass sich um die Homepage www.direkthilfe.at formiert. Es werden dabei persönliche Spenden gesammelt. Mit diesen Spenden werden Projekte unterstützt, zu denen der Spendensammler selbst einen persönlichen Bezug hat und dessen Ziele ihm oder ihr als ereichenswert erscheinen. Diese Projekte werden finanziert und von Projektplanung bis Abschluss wird ständig auf der Homepage berichtet und dokumentiert.
Die Spendengelder werden zu 100% für Projekte ausgegeben. Entstehende Administrations- und Abwicklungskosten werden durch einen separaten Förderer beglichen und es ist uns daher möglich zu garantieren, dass jeder € in ein sinnvolles und langfristiges Projekt fließt.
Über alle Projektkosten wird ständig online auf www.direkthilfe.at buch geführt.
Als zentrale Person dieser Plattform sind Jakob Steinkogler, Andreas Matt, Pierre Jolit und Brigitte Hochrainer als Ansprechperson zu 100% für die Spenden verantwortlich und wir garantieren persönlich die ordnungsgemäße Abwicklung und Finanzierung der Projekte.
Da wir uns in Pakistan schon sehr gut auskennen, wird es sich in erster Linie um Projekte in Pakistan drehen und die Erdbebenopfer von 2005 sollten die ersten Menschen sein, denen mit dieser Initiative geholfen wird.
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