Liebe Direkthilfe Unterstützer,
wir möchten uns bei allen Spendern für die Hochwasserhilfe bedanken. Der derzeitige Zwischenstand kann auf der „Projekte“ Seite eingesehen werden. Einige haben sich bereits danach erkundigt, wie die eingegangenen Spenden bereits eingesetzt wurden – noch gar nicht. In Anbetracht der eingegangen Spendenmenge und der Tatsache, dass wir mit langfristigen Projekten noch bis mindestens 2013 in der betroffenen Region sein werden, habe ich mich dazu entschlossen, auch bei der Unterstützung für Hochwasseropfer auf langfristige Hilfestellung zu setzen. Unsere Partner haben mit der Wiederherstellung von Wasserquellen begonnen. Im Zuge dessen werden sie in den nächsten Wochen auf Mängel im Wasserversorgungs- und Hygienebereich treffen (in NGO-speak kurz als WASH, Water, Sanitation and Hygiene bezeichnet), die von ihnen selbst, da im Vorhinein im bewilligten Budget nicht eingeplant, und auch von anderen NGOs und der Regierung nicht abgedeckt werden. Hier können wir jederzeit einspringen. Ähnlich wie im Kashmir decken wir so Lücken, die von großen Organisationen übersehen werden. Im Dezember werde ich das nächste Mal berichten was sich in diese Richtung konkret getan hat. Alle Spenden die für Hochwasseropfer eingingen sind auch als solche gekennzeichnet und werden nur dafür verwendet. Durch die Infrastruktur unserer Partner NGO kann das Geld auch zu 100% in Direkthilfe eingesetzt werden und es geht auch vor Ort kein Geld in das Organisieren der Arbeiten.
Dabei war aber der Herbst seit meiner Rückkehr aus der Region doch mit Arbeit verbunden, das WSTC wurde abgeschlossen (auch hier wurde der Finanzbericht upgedatet) und die letzten Details für das nächste Projekt geklärt. Dort hat nach längerer Pause die Arbeit am Gebäude wieder begonnen (siehe Photos) und wird mit Mitte Dezember endgültig abgeschlossen sein. Mehr hierzu werde ich im Dezember berichten.
Ich freue mich sehr, wenn Spender nachfragen und hoffe, dass das auch in Zukunft passiert. Ich sehe es aber auch als Luxus, zu wissen, dass wir noch länger vor Ort sind und uns genau überlegen können wo Direkthilfe-Spendengelder am effektivsten eingesetzt werden können. Der Wiederaufbau im Kashmir gilt offiziell seit heuer als beendet (vor allem Schulen und Krankenhäuser stehen bei weitem noch nicht alle) – 5 Jahre nach dem Erdbeben. Für die Gebiete welche von den Überschwemmungen betroffen sind wird dieser Zeitraum nicht ausreichen. Aber wir versuchen ihn zu nutzen um das Prinzip ‚Build back better’ – Infrastruktur die vorher schon nicht vorhanden war aber dringend notwenig wäre – langfristig bereitzustellen.
Jakob
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